Ich bin böse

Heute hat’s mir den Nuggi glüpft. Für die deutschen Gäste: den Schnuller rausgejagt.


Nicht etwa bei der Arbeit wo ich täglich mindestens einen aufgebrachten Kunden beruhigen muss, nein, im 4you2.

Kurz zur Erklärung: das sind 13 Kinder zwischen 10 und 12 Jahre denen wir ein einigermaßen spannendes Programm bieten wollen. Dummerweise ist der Haken an der Sache (aus ihrer Sicht) dass es von der Kirche kommt und manchmal halt auch kirchliche Themen drin sind.

Heute ging’s drum ein Thema für einen möglichen Gottesdienst zu finden. Wie eigentlich immer ist es ein ziemliches Gschnurr (Deutsch: Gerede). Die üblichen Tricks (Ja? Du willst etwas beitragen. Wir machen erst weiter wenn alle ruhig sind usw.) halfen leider nicht mehr.

Irgendwann hab ich dann angedroht dass die Kinder nachher nicht mehr spielen dürften wenn es jetzt nicht einigermaßen gesittet zu geht. Blöderweise haben sie’s nicht so ernst genommen und ich musste den Bluff beibehalten.

Zur Unterstützung meines Konstrukts bin ich plötzlich aufgestanden und habe die Türe zum Spielraum geschlossen. Ui, danach war die Stimmung etwas anders! Jedoch nicht lange… leider.

Zu guter Letzt blieb mir nichts anderes übrig als meine Drohung wahr zu machen. Wir haben tatsächlich nach der Diskussion, etwa eine Viertelstunde früher als sonst, Schluss gemacht. Ohne Spielen. Böser Cop!

Sie haben es viel gefasster angenommen als erwartet. Ohne großes Bittibätti (Deutsch: ehm… ausgiebiges Bitten) zogen sie von dannen.

Jetzt bleibt zu hoffen dass sich eine Langzeitwirkung einstellt. Nochmal bring ich es nicht übers Herz das zu tun.

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